So denkt die PR: YouTube und Twitter am meisten Potenzial, Facebook auf dem Weg nach unten

Welche Social Networks werden in den nächsten zwölf Monaten wichtiger, welche verlieren an Bedeutung? Genau das haben wir bei Unternehmen (Pressestellen) und PR-Agenturen nachgefragt. Ergebnis: YouTube und Twitter haben am meisten Potenzial, Facebook ist auf dem Weg nach unten. Woran liegt das? Hier drei subjektive Interpretationen.

Fazit 1: YouTube

YouTube hat am meisten Potenzial für die PR-Arbeit. Das ist logisch. Informationsaufnahme findet insbesondere in der jungen Generation zunehmend über Bewegtbild statt. Erfahrungsgemäß nutzen Teenager lieber YouTube, wenn sie etwas wissen wollen, statt sich durch eine Bleiwüste zu ackern. PR-Videos stecken im Vergleich zu Texten und Bildern noch ziemlich in den Kinderschuhen. Hier wird viel experimentiert. Was kommt an? Was wird geklickt? Die PR steht vor der großen Herausforderung, Video richtig zu verstehen und das zweifellos riesige Potenzial auszuschöpfen.

Fazit 2: Twitter

Auch Twitter wird an Bedeutung zunehmen. Auch das ist eine logische Konsequenz. Twitter ist im Vergleich zu Facebook immernoch eine Nischenanwendung. In der Medien-, Werbe- und Kommunikationsbranche mag das anders sein, bezogen auf die Gesamtbevölkerung stimmt es aber auf jeden Fall. Twitter ist heute eine Art öffentliche Visitenkarte. Was interessiert mich? Welche Meinungen unterstütze ich? Wie sieht mein Humor aus? Über Twitter (sofern der User ein gewisses Maß an Aktivität entwickelt) lässt sich hervorragend ein erster Eindruck von einem Menschen gewinnen. Das ist wertvoll fürs Business und auch fürs Zwischenmenschliche insgesamt. Insofern wird Twitter weiter an Bedeutung gewinnen für die PR.

Fazit 3: Facebook

Wenn man sich im Kollegenkreis umhört, dann wird immer deutlicher, dass Facebook mittlerweile immer mehr als rein „privater“ Kanal eingeordnet wird. Bei Facebook will ich Oma die Enkelkinder zeigen. Da will man sich mit Leuten austauschen, die auch im biologischen Leben eine Relevanz haben. Facebook selbst unterstützt letztlich diese Sichtweise und beschneidet Firmenpages immer mehr in ihrer Relevanz. Das Geschäftsmodell von Facebook beruht darauf, Anzeigen zu verkaufen, die für den User nach Möglichkeit von Interesse sind. Ein Abspielkanal für PR-Botschaften von Unternehmen und Marken will Facebook nicht sein.

Kommentare (1)

  1. Das wundert mich nicht. Wie Sie schon gesagt haben, sind StayFriends oder Facebook private Kanale, dagegen z.B auf dem Linkedin schreiben viele Spezialisten.

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