Warum Videos in jede Kommunikationsstrategie gehören

Videos sind aktuell der Megatrend in der Kommunikation. Immer mehr Menschen produzieren Bewegtbilder, die wiederum von immer mehr Menschen gesehen werden. Egal, ob Endverbraucher oder Professional, Jugendlicher oder Best Ager: Keine Zielgruppe bleibt bei diesem Trend außen vor. Für die PR-Branche bedeutet das: Jede Kommunikationsstrategie muss Video mitdenken.

Teddybären, Schaukelpferde und Segelschiffe: ein Kindergarten irgendwo in Köln. Inmitten der Kinderschar sitzt eine bekannte TV-Moderatorin und spielt mit den Kleinen ein Rätselspiel. Ein Junge beschreibt den zu erratenden Gegenstand folgendermaßen: „Wenn Mama zu laut ist und man möchte leise sein, dann klebt man es Mama auf den Mund.“ Großes Gelächter.

So beginnt ein Videoaufruf der Charity-Aktion „Trostpflaster“, den McDonald´s Deutschland zugunsten der McDonald´s Kinderhilfe Stiftung unter dem Motto „Von ganzem Herzen Gutes tun“ seit einigen Wochen im Netz verbreitet.

„Wir haben uns sehr gefreut hierfür prominente Unterstützung von Nazan Eckes bekommen zu haben, die seit Oktober 2010 selbst Schirmherrin des Ronald McDonald Hauses und der Ronald McDonald Oase in Köln ist“, sagt Peter Lemm, Department Head Corporate Affairs bei McDonald´s Deutschland. „Mit einer solch erfahrenen TV-Moderatorin als Unterstützung war es für uns natürlich naheliegend einen Aufruf per Bewegtbild zu starten, den wir wunderbar auch über unsere Sozialen Netzwerke verbreiten konnten. Gerade auf diesen Kanälen funktioniert Video-Content sehr gut.“

Das Video wurde alleine auf Facebook bisher über drei Millionen Mal aufgerufen, über 8.800 Mal geliked und mehr als 1.400 Mal geteilt. Die Zahlen sprechen für sich: Videos sind momentan das meist rezipierte Medium.

Die kürzlich erschienene ARD/ZDF-Online-Studie 2015 zeigt allerdings unterschiedliche Tendenzen auf: während die Nutzung von Bewegtbild im Internet in 2015 in allen Altersgruppen weiter zunimmt, erleben klassische Videoportale wie YouTube und Co. eine gewisse Stagnation zugunsten neuerer „Video-Player“ wie etwa Facebook:

  • Von allen Onlinern (97,5 Prozent der Deutschen) nutzen 82 Prozent Videos (2014: 75 Prozent)
  • 61 Prozent der Onliner nutzen Videoportale wie YouTube, MyVideo oder Clipfish (2014: 64 Prozent)
  • 30 Prozent der Onliner sehen Videos auf Facebook (erstmals 2015 erhoben)

Zwar ist YouTube mit 300 Stunden neuem Videomaterial pro Minute immer noch die meist genutzte Plattform für Bewegtbild. Facebook, Twitter, Instagram, WhatsApp, Snapchat und Co. haben den Megatrend aber längst erkannt und bieten inzwischen allesamt unkomplizierte mobile Video-Streaming oder -Upload-Möglichkeiten an.

Mit der geplanten „Video-Section“ – einem eigenen Bereich nur für Videos – treibt Facebook die Entwicklung in Richtung Video-Plattform am radikalsten voran. Darüber hinaus plant der Webgigant eine Reihe weiterer Funktionen, die den Videokonsum einfacher machen sollen. Dem Angriff des Internetgiganten auf seinen Konkurrenten YouTube und damit dessen Mutter Google hat der einstige Platzhirsch bisher wenig entgegenzusetzen. Inwieweit das geplante Bezahlabo YouTube Red – ganz ohne Werbung und mit exklusiven Inhalten prominenter YouTuber– die Kassen bei YouTube klingeln lassen wird, steht noch in den Sternen. Klar ist aber: YouTube riskiert damit weiter eine stagnierende Reichweite – und zwar nicht zuletzt zugunsten seines Rivalen Facebook.

Das Internet ist heute ein audiovisuelles Medium

Neben den Big Playern des Internets haben längst auch die klassischen Medienhäuser das Bewegtbild als reichweitenstarkes Format erkannt. Denn: Noch nie ist Video-Schauen, Video-Machen und Video-Verbreiten so einfach gewesen.

Das hat vor allem zwei Gründe: Zum einen haben sich die technischen Voraussetzungen für die Produktion und Rezeption von Bewegtbild in den letzten Jahren erheblich verbessert: Videos lassen sich heute sehr unkompliziert und kostengünstig herstellen. Außerdem ist die Infrastruktur für die (mobile) Datenübertragung in Zeiten von WLAN und LTE optimal.

Außerdem ist für viele Menschen der Zugang zu einem Thema einfacher, wenn Videomaterial zur Verfügung steht. Warum sich mühsam durch eine Buchstabenwüste kämpfen, wenn ein Video die Message prägnant und anschaulich vermitteln kann? Das verdeutlicht eine Auswertung von uns, bei der wir die Klickraten von Pressemitteilungen auf unserem Presseportal.de untersucht haben: wenn die Meldung ein Video enthielt, stieg die Klickrate um 270 Prozent gegenüber purem Text.

Da Bewegtbilder zudem zu längerer Verweildauer auf einer Seite anregen, sprechen Suchmaschinen wie Google Seiten mit Video-Content mehr Relevanz zu. Sprich, wer Videos integriert wird auf Google höher gerankt. Auch dieser Umstand trägt zu einer wachsenden Zahl von Videos im Netz bei.

Einprägsam, emotional und unterhaltsam: Video schafft Aufmerksamkeit!

Was bedeutet dieser Hype um das Bewegtbild für Sie als PR-Schaffende? Wie können Sie dieses Medium für Ihre eigene Kommunikation nutzen? Klar ist, dass Sie in Ihrem Kommunikationsmix auf Videos nicht verzichten dürfen. Um in Zeiten höchster Informationsdichte bei Ihrer Zielgruppe wahrgenommen zu werden, müssen Sie auf Bewegtbild setzen. Mit einem professionell produzierten Video können Sie Ihre Botschaft einprägsam und emotional vermitteln. So erzeugen Sie mehr Aufmerksamkeit bei Journalisten und Endverbrauchern.

Video ist unbegrenzt einsetzbar und passt in jede Kommunikationsstrategie

Die Einsatzmöglichkeiten von Video sind nahezu unbegrenzt. Ob externe oder interne Kommunikation: mit Bewegtbildern können Unternehmen so gut wie jede Zielgruppe – ob Journalisten, Endverbraucher oder Mitarbeiter– erreichen. Die Palette der Formate und Themen ist riesig: vom Image- oder Produktfilm über How-To Videos, Footage-Material oder Animationsclips bis hin zum Mitarbeiter-Schulungsvideo: Bewegtbild passt in jede Strategie. Denn: Video hat das Potential, aus jedem Thema eine spannende Geschichte zu machen.

Ratgeber- und Erkärvideos stehen derzeit in der Beliebtheit von Nutzern ganz weit oben. Aber auch Formate wie das „Making of“ oder der Blick „hinter die Kulissen“ eignen sich für kurzweiliges visuelles Storytelling. Nicht zu unterschätzen ist gerade bei diesen Formaten der virale Aspekt von Video. Multimediale Inhalte werden um ein Vielfaches öfter geteilt als reine Textnachrichten.

Professionelle Dienstleister für den Bewegtbildmarkt gibt es inzwischen viele. Auch wir bieten mit unserem Produktionsservice studio das komplette Paket von Beratung über Herstellung und Verbreitung an. Unsere Alleinstellungsmerkmale: wir verbreiten das Videomaterial über unser exklusives Verbreitungsnetzwerk ots und erzeugen damit eine optimale Reichweite und Relevanz in Redaktionen, Newsportalen und sozialen Netzwerken. Darüber hinaus stellen wir das Material auf der neuen Videoplattform der dpa-Gruppe sowie auf unserem Presseportal.de langfristig zur Verfügung. Auf diesem Weg sind Ihre Bewegtbilder optimal auffindbar für Videojournalisten und Producer, aber auch für die breite Öffentlichkeit.

Kommentare (2)

  1. Liebe Treibstoff-Redaktion,

    eine sehr spannende Ergänzung zum Thema „Facebook nimmt Youtube Reichweite“ – hier gibt es jede Menge Erklärungsansätze, wie und warum diese Reichweite nur eine scheinbare Reichweite ist (zumindest in Teilen) und warum es dabei nicht immer mit rechten Dingen zugeht. Stichwort #Freebooting
    http://uk.businessinsider.com/how-facebook-is-stealing-billions-of-views-youtube-video-goes-viral-2015-11?r=US&IR=T
    http://www.onlinemarketingrockstars.de/freebooting-kurzgesagt
    Zitat: „Facebook verbucht schon ab drei Sekunden ein Video als angeschaut“ – würde bedeuten, wir als Kommunikatoren müssten unsere Botschaft in die ersten 3 Sekunden verpacken? Das würde dann gerade noch für ein Lächeln von Nazan Eckes reichen – und ließe sich auch mit einem animierten GIF hinbekommen.

  2. Hallo Herr Lammers,
    danke für die gute Ergänzung. Drei Sekunden? Halb so lange wie ein Vine-Video? Da lässt sich höchstens ein schnelles Gefühl platzieren. Oder ein simpler Minni-Claim aus drei bis vier Wörtern… Hm, macht alles nicht so richtig Sinn. Die wahre Herausforderung scheint also zu sein, den User bereits in den ersten drei Sekunden davon zu überzeugen, sich den Clip noch ein paar Sekunden länger anzuschauen. Oder, … huch, vielleicht sogar länger als eine Minute … :))

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