Eine gute Reputation gibt’s nicht im Sonderangebot

Es ist erstaunlich: Obwohl nahezu jeder Kommunikationsprofi sagt, dass die Reputation seines Unternehmens eine herausragende Bedeutung einnimmt, so will nur knapp jede vierte Firma tatsächlich wissen, wie es um den eigenen Ruf bestellt ist und stellt regelmäßig Untersuchungen an. Das zeigt unser neuer PR-Trendmonitor mit dem Schwerpunkt Reputationsmanagement, den wir zusammen mit unserem Partner Faktenkontor erstellt haben. Weitere Erkenntnis: Pressearbeit ist und bleibt das wichtigste Instrument, um die Reputation aufzupolieren. Holen Sie sich unser Whitepaper dazu.

Schauen wir uns doch etwas genauer an, was die Beschäftigten in den Pressestellen der deutschen Unternehmen über das Reputationsmanagement ihrer Firmen zu sagen haben. Obwohl fast alle von ihnen einen guten Ruf für den Erfolg eines Unternehmens für „wichtig“ oder „sehr wichtig“ halten (99 Prozent), hat nur etwas mehr als die Hälfte von ihnen eine konkrete Strategie für den Ausbau der eigenen Reputation (58 Prozent). Nur knapp jede zweite Pressestelle (45 Prozent) informiert das Top-Management regelmäßig über die Fortschritte der Reputationskommunikation. Und gerade mal ein Viertel misst regelmäßig, wie sich das Unternehmensimage entwickelt (24 Prozent).

reputationsmanagement

Warum sind diese Zahlen so? Auffällig ist jedenfalls: Große Unternehmen mit 5.000 Mitarbeitern und mehr überprüfen ihren guten Ruf viel häufiger. Hier sind es immerhin 42 Prozent . Dass insgesamt nur so wenige Betriebe Interesse haben, über den Stand ihrer Reputation regelmäßig informiert zu werden ist gelebte Praxis. Viele wollen sich gar nicht messen lassen. Denn sie haben die Befürchtung, dass eine Erfolgsmessung nur die Ansprüche an die Verantwortlichen erhöhen würde.

Hinzu kommt das Thema Komplexität. Eine wirkliche Erfolgsmessung ist aufwendig und teuer. Für aussagekräftige Ergebnisse müssen Marktforscher eben alle Stakeholder befragen. In der Praxis beschränken sich daher viele Unternehmen auf die Auswertung der Berichterstattung in den Printmedien und zunehmend auch den Sozialen Medien. Eine umfassende, professionelle und nachhaltige Kontrolle des eigenen Rufs zu unterlassen, ist nach Ansicht von Experten aber ein kapitaler Fehler: Zahlreiche Studien haben eindeutig eine Korrelation von guter Reputation und Kaufbereitschaft bewiesen.

Um den guten Ruf zu wahren und zu verbessern, wird in erster Linie auf Pressearbeit vertraut. Das überrascht, denn es widerspricht dem oft zitierten Bedeutungsverlust dieser Kommunikationsform. Fakt ist: Mehr als drei Viertel der Befragten aus Unternehmen und PR-Agenturen setzen auf die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und das gezielte Aktivieren von Medienkontakten (77 Prozent), um die eigene Reputation aufzupolieren. Das große Vertrauen in Pressearbeit stärkt die Annahme, dass Pressemitteilungen nichts von ihrer Wirkungskraft verloren haben. Die PM hat sich lediglich grundlegend modernisiert: Sie ist multimedial, suchmaschinenoptimiert, vernetzt und teilbar. So erreicht sie nicht nur Journalisten, sondern auch wichtige Influencer: Blogger, Kunden, Partner, Branchenkenner.

Titelblatt des Whitepapers „Reputation
Titelblatt des Whitepapers „Reputation

Auf Platz zwei der besten Instrumente im Reputationsmangement steht Social Media (44 Prozent). Dieser hohe Wert ist ein Beleg für den hohen Stellenwert, den die Sozialen Netzwerke in den Kommunikationsabteilungen mittlerweile genießen. Ebenfalls eine große Bedeutung sehen die PR-Schaffenden in der Mitarbeiterkommunikation (42 Prozent). Wenig Potenzial schreiben die Befragten Messeauftritten (15 Prozent), PR-Events (14 Prozent) und Anzeigen/Werbung (neun Prozent) zu.

Weitere spannende Erkenntnisse zum Thema Reputationsmanagement finden Sie in unserem Whitepaper „Reputation – Wie Unternehmen ihren guten Ruf aufs Spiel setzen“. Der Download des zehnseitigen PDFs ist kostenlos:

www.newsaktuell.de/reputation

 

Kommentare (1)

  1. […] Erst die (kurz gehaltene) Theorie: Wer viele Fans hat, wird von diesen bei einem Angriff verteidigt. Aus unserer Grundlagenforschung bei forum! weiß ich, dass Kunden, die sich verhalten wie Fans, neben anderen guten Eigenschaften eher bereit sind, Fehler zu verzeihen. Das Ziel muss also sein, möglichst viele Kunden zu scharen, die sich wie Fans verhalten – echte Fans, nicht „Gefällt mir“-Klicker, was eine ganz andere Beziehungsqualität ist. Und Aldi Süd ist in Sachen echter Fans im Lebensmitteleinzelhandel wirklich Spitze. Was diese wert sind, sehen Sie gleich. Sie ahnen es längst: Ich rede von Reputationsmanagement. […]

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