App-Check: inkl – raus aus der Filterblase

Die meisten Algorithmen haben die Aufgabe, dem Leser Informationen und Meinungen zuzuspielen, die die eigene Weltsicht weiter verfestigen. Das setzt uns oft in der Filterblase fest. Die Macher des News-Aggregators inkl gehen jetzt einen anderen Weg. TREIBSTOFF hat sich die App angeschaut.

App-Check inkl Filterblase
News-Aggregator inkl: Lobenswerte Initiative gegen die Filterblase.

 

inkl ist ein starkes Statement. Ein Statement gegen Vorurteile und gegen festgefahrene Meinungen. Denn wir wissen: News-Aggregatoren werten in der Regel Social-Media-Daten und Nutzer-Interessen aus. Das heißt, ein Blick in die Vergangenheit legt fest, wofür wir uns in Zukunft interessieren. Neue Denkanstöße oder Offenheit für andere Standpunkte? Eher selten.

Genau hier setzt inkl an. Die App zeigt nicht nur das, was voraussichtlich am besten geklickt wird, sondern was den höchsten Nachrichtenwert hat. Das behaupten zumindest die Macher des Programms. Die Quellenauswahl basiert hauptsächlich auf seriösen internationalen Medienmarken: Guardian, New York Times, Jerusalem Post. „Trusted Sources“ nennt das australische Unternehmen das. Außerdem als separater Menüpunkt ansteuerbar: „Good News“. Hier erhält der Leser im wahrsten Sinne des Wortes gute Nachrichten.

Optisch kommt die App angenehm reduziert und erwachsen daher. Die Medienmarken, die hinter den einzelnen Beiträgen stehen, sind immer klar erkennbar. Die Usability ist verständlich und ohne jeglichen Schnick-Schnack. Der gesamte Inhalt ist frei von Anzeigen und verzichtet wohltuend aufs Click Baiting. Kann man als Anbieter dieser App auch locker machen. Die Premiumversion schlägt mit stolzen 9,99 Euro pro Monat zu Buche.

Fazit: Ob Aggregatoren wie inkl den Journalismus retten, bleibt offen. Auf jeden Fall aber eine lobenswerte Initiative gegen die Filterblase. Unbedingt mal ausprobieren!

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