Blogger Relations: Dos and Don’ts

Jana Nörenberg liebt gutes Essen und die schönen Dinge im Leben. Seit 2012 betreibt sie den Blog „NOM NOMS – treats of life“, der aktuell auf Platz eins der erfolgreichsten deutschen Blogs in der Kategorie Kochen steht. Für TREIBSTOFF fasst die passionierte Bloggerin die wichtigsten Dos and Don’ts der Blogger Relations zusammen.

Jana Noerenberg - Blogger Relations
Jana Nörenberg ist Spezialistin für kulinarische Leckereien. Auf ihrem Blog „NOM NOMS – treats of life“ dreht sich alles um vegetarische und vegane Rezepte. Außerdem kennt sich die Hamburgerin bestens mit dem Beziehungsaufbau und der –pflege zu Bloggern aus, da sie mehrere Jahre bei verschiedenen PR-Agenturen Blogger Relations betrieben hat. Aktuell verantwortet sie die Blogger Relations bei Tchibo.

Dos

  • Freundliche Kommunikation und respektvoller Umgang ist das A und O.
  • Sprechen Sie BloggerInnen professionell an, wie Sie es bei einem Journalisten tun.
  • Sprechen Sie BloggerInnen persönlich an, zumindest mit Namen, nicht „Lieber Blogger“.
  • Stellen Sie sich beim Erstkontakt kurz vor.
  • Erläutern Sie bei der ersten Ansprache kurz, worum es genau geht. Was ist das Thema? Aussagekräftiges Infomaterial ist interessant.
  • Eine Kennzeichnung als Werbung und No-Follow Links sollten selbstverständlich sein.
  • Bieten Sie hochwertige Produkte an.
  • Machen Sie Angaben, ob Budget vorhanden ist. Transparenz ist alles. Planen Sie grundsätzlich immer Budget für BloggerInnen ein.
  • Kommen Sie öfter im Jahr auf eine/n BloggerIn zu. So machen Sie sich zu einem wertvollen Kooperationspartner. Dann macht das Wort „Relations“ auch Sinn.
  • Ein Follow-up nach der Kooperation zeigt Ihre Wertschätzung für die Arbeit der Bloggerin / des Bloggers.

Don’ts

  • Vermeiden Sie Bauchpinseln à la „Ich lese deinen Blog schon so lange“.
  • Senden Sie niemals reinen Content und erwarten, dass der/die BloggerIn diesen einfach verwendet. Das funktioniert nicht. BloggerInnen entwickeln ihren Blog-Content gern selbst und bringen ihre eigenen Ideen in die Kooperation mit ein.
  • Reines Linkbuilding ist nicht interessant für BloggerInnen. Und auch nicht seriös.
  • Schränken Sie den/die BloggerIn nicht in der eigenen Kreativität ein. Bei einer Kooperation ist ein Briefing wichtig, es muss aber zum Blog passen. Schlechter Content wird nicht entstehen, da die meisten BloggerInnen einen sehr hohen Anspruch an sich und ihren Blog haben.
  • Nehmen Sie BloggerInnen nicht automatisch in Ihre Presseverteiler auf, insbesondere, wenn Sie keine konkreten Kooperationsangebote für sie haben. BloggerInnen bekommen – ähnlich wie Journalisten – sehr viele E-Mails mit Anfragen und warten nicht auf Ihre E-Mail.
  • Vermeiden Sie zu breit gestreute Kampagnen mit BloggerInnen. Ab zehn Kooperationen pro Projekt wird es beliebig und ärgert die meisten BloggerInnen im Nachhinein sehr.
  • Leider fehlt oft das Verständnis, wie viel Zeit und Leidenschaft (und auch Geld) in einen Blog fließen. Ich benötige zum Beispiel für einen Blogpost inklusive Rezeptentwicklung, Fotoshooting und Bildbearbeitung etc. zwischen 8 und 15 Stunden. Rein für Produkte oder Rezensionsexemplare einen Blogpost umzusetzen, kommt nur vor, wenn man absolut begeistert vom Unternehmen oder dem Produkt ist.

Am wichtigsten ist immer: Haben Sie Lust und Spaß an der Zusammenarbeit mit BloggerInnen! Seien Sie freundlich und professionell!

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