PR-Fotografie: Gutes Fotografen-Briefing, bessere Bilder

Jede Unternehmensstory braucht heute aussagekräftige Bilder, um in unserer visuellen Welt wahrgenommen zu werden. Egal ob Produktpräsentation, Eventdokumentation, Pressekonferenz, Werbung oder Unternehmensfotografie – die Qualität der Bilder macht einen großen Anteil am Erfolg der Story aus. Von elementarer Bedeutung ist deshalb nicht nur die Auswahl geeigneter Fotografen, sondern vor allem ein detailliertes Fotografen-Briefing, in dem der Auftraggeber das Shooting präzise beschreibt und die Hauptziele festhält.

Wir haben für Sie eine Checkliste mit den wichtigsten Tipps für das Fotografen-Briefing zusammengestellt:

PR Fotografen richtig briefen! Briefing Fotograf
Ungewöhnliche Motive und ausgefallene Perspektiven: Profi-Fotografen bringen ihre Bild-Expertise in das Fotoshooting mit ein. Je detaillierter das Briefing im Vorfeld, umso besser die Bilder. Foto: dpa picture alliance / Rainer Jensen

 

Allgemein:
Planung: Binden Sie den Fotografen in die Planungsphase mit ein. So können seine Bildideen und Vorschläge zum Ablauf mit einfließen.
Motive: Was / wer soll abgebildet werden? Sind spezielle Bildaussagen gewünscht? Welche Botschaften sollen transportiert werden?
Fotografischer Stil: Gibt es Styleguides oder Beispielfotos, an deren Bildsprache sich der Fotograf orientieren kann?
Raum: Können vorhandene Räume genutzt oder soll für das Shooting ein Raum gebucht werden? Ist eine besondere Ausstattung gewünscht?
Extras: Ist das vorhandene Licht ausreichend oder muss/darf Blitzlicht eingesetzt werden? Werden Models und/oder ein Stylist benötigt?
Bildqualität: Ist eine Bildbearbeitung gewünscht? In welchem Format (JPEG, RAW, TIFF) und in welcher technischen Qualität (Bildauflösung, Grad der Datenkompression) werden die Bilder benötigt?
Bildübergabe: Wann genau müssen die Bilder nach Ende der Fotoproduktion zur Verfügung stehen? Gibt es Deadlines, die unbedingt einzuhalten sind?
Die Rechtefrage: Wie sollen die Bilder eingesetzt werden (Werbung oder Pressearbeit)? Entsprechende Nutzungsrechte erwerben!

Bei Events:

 

Ansprechpartner: Wer ist Ansprechpartner vor Ort und unter welcher Mobilfunknummer ist diese Person erreichbar?
Einstellungen: Totale, Detailaufnahmen, Ganzkörperaufnahmen, Close-Up-Portraits, Gruppenaufnahmen – was ist gewünscht? Und zu welchem Zeitpunkt des Events lässt sich das umsetzen? Ggf. Bilder zum Identifizieren von V.I.P.s bereitstellen!
Akkreditierung: Rechtzeitig sicherstellen, dass der Fotograf Zutritt erhält (besonders bei Messen, Konzerten, Sportveranstaltungen und geschlossenen Gesellschaften).
Dresscode: Wenn gewünscht, bitte dem Fotografen mitteilen.
Tipp zum Schluss: Eine Begehung vor dem Event hilft dem Fotografen, gute Standpunkte für die gewünschten Aufnahmen zu finden.

 

Fazit: Formulieren Sie ganz genau, was Sie wollen. Gerade im Geschäft mit Kreativität sind eindeutige Ansagen wichtig. Investieren Sie also die Zeit in das Briefing-Gespräch mit dem Fotografen. Gerne unterstützen wir Sie mit unserem Produktionsservice studio bei der Herstellung Ihrer Wunschbilder.

Und wenn Sie bereits tolle Bilder in Ihrem Fundus haben, dann bewerben Sie sich doch einfach für den PR-Bild Award 2016. Genauere Informationen zu den Preis-Kategorien, dem Wahlverfahren und der Jury unter www.pr-bild-award.de.

 

„Foto und Bewegtbild verschmelzen“

Peer Grimm, Leiter Fotoredaktion bei dpa, über aktuelle Trends in der Auftragsfotografie

Peer Grimm, Leiter der Bildredaktion der dpa Deutsche Presse-Agentur
Peer Grimm, Leiter Fotoredaktion bei dpa Deutsche Presse-Agentur (Foto: Michael Kappeler)

TREIBSTOFF: Was hat die Auftragsfotografie in den letzten Jahren verändert?

GRIMM: Auftragsfotografie betrachten wir heute oftmals nicht mehr isoliert. Vielmehr geht es um die Produktion visueller Medien für multimediale Produkte und Präsentationen. Foto und Bewegtbild verschmelzen immer stärker. Auch die dpa-Fotografen, die tagtäglich journalistische Aufträge erhalten, liefern immer öfter Foto und Video zu einem Thema, von einem Termin. Großen Anteil daran haben zum einen die technische Weiterentwicklung der Kameras, die auch alle in der Lage sind, HD-Videomaterial aufzunehmen. Zum anderen sind es die Bedürfnisse der Auftraggeber, das Foto- und Videomaterial multimedial für Print- und Online gleichzeitig nutzen zu können, und das veränderte Konsumverhalten der Kunden.

TREIBSTOFF: Stichwort Social Media: Muss ein Foto heute immer „professionell“ sein?

GRIMM: Die Einbeziehung von Social Media ist heute ein wichtiger Faktor, um entsprechende Reichweiten zu erzielen. Fotos etwa im modernen Instagram-Style sprechen heute besonders junge Leute stärker an als Standard-Fotos. So können auch Smarthpone-Bilder als modernes Element in das multimediale Paket einer Foto-Auftragsproduktion eingebunden werden. Um im Social Web zu überzeugen, müssen aber auch Smarthpone-Fotos mit dem visuellen Gesamtkonzept eines Unternehmens im Einklang sein. Deshalb braucht es ein professionelles, ganzheitliches Angebot an Bildern, das sowohl die Social Media Bilder als auch die anderen visuellen Inhalte zusammenspielt.

TREIBSTOFF: Welches sind die hervorstechenden Argumente für den Einsatz eines Fotografen?

GRIMM: Professionelle Fotografen bringen das entsprechende Know-How für die Produktion von visuellen Inhalten mit. Sie sind zuverlässig, arbeiten technisch auf höchstem Niveau, sind erfahren und finden auch in komplizierten Situationen kundenfreundliche Lösungen.

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