Warum SEO ohne Pressearbeit und Markenaufbau eine stumpfe Waffe ist

Eine starke Brand ist die Basis. Pressearbeit das Benzin. Und SEO der Booster. Wie das Dreiergespann der Teildisziplinen zu maximalen und nachhaltigen Erfolgen im Netz führt und Suchmaschinenoptimierung auf ein neues Level hebt. Von Niko Steeb

„Brands sind die Lösung, nicht das Problem.“ Das sagte Google-Chef Eric Schmidt bereits 2008. Zu einer Zeit also, in der Webseiten und Online Shops mit brutalem SEO sehr schnell sehr weit nach oben in den Suchergebnissen gebracht wurden. Die Mittel: Keyword- und Link-Spam. Solche Methoden aus der Urzeit der Suchmaschinenoptimierung funktionieren schon lange nicht mehr – im Kern hat sich die Arbeit vieler SEO-Agenturen dennoch kaum verändert, sie hat sich meist nur etwas in ihrer Radikalität abgemildert. Die Frage ist: Wie lange funktioniert das noch? Was sind Alternativen und wie können diese nachhaltig und langfristig Erfolge bringen?

Niko Steeb seowerk SEO
Niko Steeb ist Mit-Inhaber der SEO Agentur seowerk aus Augsburg und dort verantwortlich für Content-Strategie und Content-Marketing. Sein redaktionelles Handwerk lernte der volontierte Redakteur bei der Tageszeitung Augsburger Allgemeine.

Eine Antwort liefert das neun Jahre alte und eingangs erwähnte Zitat „Brands sind die Lösung, nicht das Problem“. Auf beeindruckende Weise hat Zalando vorgemacht, wie wichtig eine starke und etablierte Brand ist und wie sie sogenannte generische Keywords (beispielsweise „Schuhe“) in den Suchergebnissen Googles mit nach oben ziehen kann. Wer heute online „Schuhe“ sucht, findet nicht nur sofort zum Onlineshop von Zalando, sondern Google schlägt Zalando als verwandtes Keyword gleich mit vor. Ein solches Ergebnis rechtfertigt jedes Marketing-Budget.

Ab in die blaue Lagune: Mit Brands den Red Ocean verlassen

Warum also sind klassische Marketing-Methoden wie Brand-Building und Pressearbeit für das SEO der Zukunft von so immenser Bedeutung? Bleiben wir beim Thema Schuhe. Jeder Online-Händler, der Schuhe verkauft, will möglichst mit den Keywords „Schuhe“, „Sneaker“ und Co. auf Platz eins bei Google stehen. Es gibt aber nur einen ersten Platz – und um diesen kämpfen Giganten wie Zalando, Otto, Amazon, Ebay und viele weitere mit teils immensen Werbebudgets. Jedes Unternehmen – egal ob es mit Schuhen, Uhren oder Dienstleistungen sein Geld verdient – kann seine Budgets natürlich in SEO investieren und von der Spitzenposition bei Google träumen, aller Wahrscheinlichkeit wird dies aber angesichts der Marketingbudgets und des Wettbewerbsvorsprungs der Konkurrenz ein Traum bleiben.

Anstatt also Unsummen in einen aussichtslosen oder zumindest nie endenden Kampf zu stecken, empfiehlt es sich, cleverer vorzugehen – gerade für Unternehmen mit kleineren Budgets. Die Krux liegt in der Historie. Noch bis vor wenigen Jahren konnte man bei Google mit sogenannten „sprechenden Domains“ sehr gute Erfolge erzielen. Ein Beispiel für eine sprechende URL wäre beispielsweise die fiktive Domain www.schuhe-online-shop.de. Da entscheidende Keywords in der URL platziert sind, bevorzugte die Suchmaschine lange solche Domains. Wie sich aber erahnen lässt, kann aus einer sprechenden Domain nur schwer ein Markenname und somit eine starke Brand werden. Es beginnt ein Race to the Bottom, in dem immer stärker gegen den eigenen Bedeutungsverlust mit massiven SEO-Mitteln angekämpft werden muss.

Wie viel eleganter wäre es, früh eine Brand zu kreieren, nach der Kunden aktiv suchen und die deshalb bei Google auf Platz eins steht. Auf den großen SEO-Konferenzen der vergangenen Monate äußerten sich viele Experten aus den USA entsprechend: In Deutschland werde zwar technisch sehr feines SEO und Performance-Marketing betrieben – beim Brand-Aufbau indes hinken die deutschen Online Marketing-Agenturen hinterher. Eine Chance also für klassische Marketing- und Werbeagenturen? Nur bedingt, denn viele etablierte Marken-Agenturen kennen sich mit den digitalen Medien und deren Spielregeln schlicht zu wenig aus. Und wenn sie Facebook begriffen haben, sind die Jüngeren längst zu Snapchat und Co. weitergewandert.

Mit bewährter Pressearbeit SEO neu beleben

Wir von seowerk gehen seit einiger Zeit einen anderen Weg. Wir verbinden modernste Techniken, SEO und Performance-Marketing mit Brand-Aufbau und klassischer Pressearbeit. Warum? Einerseits schaffen wir es durch gezielten Markenaufbau, unsere Kunden aus dem umkämpften Red Ocean in die blaue Lagune zu navigieren. Etabliert sich eine Marke, nach der gesucht wird, steigen automatisch die Besucherzahlen und am Ende Kunden-, Käufer- oder Bewerberzahlen. Außerdem müssen wir auf die Brand aus SEO-Sicht kaum optimieren. Diese steht bei Google ohnehin auf dem mystischen Platz eins. Warum? Google präferiert Marken. Etliche Updates bei der weltweit größten Suchmaschine haben dazu geführt.

Und warum die alte, vermeintlich angestaubte Pressearbeit? Wegen der Links und der Bekanntheit! Viele SEOs erzählen gerne das Märchen, dass man nur hochwertige Inhalte schreiben müsse und diese dann automatisch die begehrten Backlinks erzeugen würden. Wie oft haben wir das lesen müssen – und vielleicht auch einmal selbst geglaubt. Die Realität zeigt, dass dies kaum bis nie klappt. Außer bei außergewöhnlichen Produkten oder Ideen. Wer den 1000. Text über die Vorteile von Kühlakkus schreibt, wird keinen Backlink mehr bekommen. Pressearbeit erfüllt für uns als ursprünglich reine SEO-Agentur hier dreierlei:

  • Erstens sorgen die in Zeitungen, Magazinen oder Blogs platzierten Meldungen und Geschichten für Aufmerksamkeit, Besucher, Verkäufe etc.
  • Zweitens stärken sie die Brand, deren Image und Reputation, sorgen für Glaubwürdigkeit und Vertrauen, erklären sie und machen sie einer neuen Gruppe von Menschen bekannt. Diese wiederum suchen dann im Internet nach der Marke, was nebenbei auch noch das Ranking verbessert. Oder wie Google-Chef Eric Schmidt sagt: „Mit Brands schaffen Sie Ordnung in der Kloake!“
  • Drittens sorgen Abdrucke, die online gestellt werden und Berichte in Online-Medien und Blogs für die begehrten Backlinks. Ohne zusätzliche Kosten und für Google superlogisch. Ein weiterer Vorteil: Dabei muss man auch nie Angst vor unnatürlichem Link-Building haben, was Google abstraft.

Zugegeben: Es war anfangs nicht einfach, als SEO-Agentur Old-School-Methoden wie Pressearbeit, Marken-Workshops oder Telefonmarketing anzubieten – weder für uns selbst noch für unsere Kunden. Wir haben uns Experten für Pressearbeit und Markenkommunikation an Bord geholt und mittlerweile ist der Mix aus innovativen Online- und bewährten Offline-Leistungen für uns gang und gäbe. Ein anderes, zielführenderes Arbeiten können wir uns nicht mehr vorstellen.

Unser Fazit:

  1. SEO boostet Webseiten mit optimalen Links, ausgezeichneten Texten und idealer technischer Basis.
  2. Eine starke Brand schafft Alleinstellung und Freiheit gegenüber dem Wettbewerb.
  3. Kontinuierliche Pressearbeit stärkt die Marke nachhaltig, sorgt für Bekanntheit und Reputation und ist über Platzierungen in den Medien aktives SEO.

 

Kommentare (1)

  1. Absolut richtig. Wir hatten auch zum Thema SEO bereits geschrieben, das es eigentlich heissen müsste, Content ist Kaiser und nicht Content ist King und da gehört natürlich auch gute Pressearbeit dazu.

    Es gibt aber auch eine großes ABER, da aus unserer Analyse heraus mehr als 80% der erstellten Pressemeldungen mehr Kosten als Nutzen verursachen. Eine Pressemeldung sollte daher sehr gut geplant werden und nicht aus Zeitgründen so nebenbei geschrieben bzw. geplant werden.

    Wir von der MAXXmarketing sind gerade dabei eine eigene Abteilung für hochwertigen Content aufzusetzen da sich eine Firma im Internet kaum mehr ohne guten Content behaupten wird.

    Und … Pressemeldung ist eben einer der Tools zur Verbreitung von solchem Content.

    Herzliche Grüsse
    MAXXmarketing
    http://www.webdesigner-profi.de

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