Get a Newsroom! Kommunikation braucht ein Zuhause

Klaus-Peter Frahm von news aktuell über die Bedeutung der digitalen Heimat für Medien und Marken. Ein Plädoyer für den Newsroom.

Klaus-Peter Frahm ist Leiter Business Development bei news aktuell. Seine Schwerpunkte bei der dpa-Tochter sind neue Produkte, neue Strategien und frische Gedanken.
Klaus-Peter Frahm ist Leiter Business Development bei news aktuell. Seine Schwerpunkte bei der dpa-Tochter sind neue Produkte, neue Strategien und frische Gedanken.

Aktuell ist “homeless media” in aller Munde. Gemeint ist, dass Medien, aber auch Unternehmen künftig keine eigenen Websites oder Apps mehr betreiben, um Inhalte zu veröffentlichen oder Botschaften zu kommunizieren. Stattdessen werden sie früher oder später vollständig auf große Plattformen wie Facebook setzen, um ihre Zielgruppen zu erreichen.

Nun, mag sein, dass es so kommt. Allerdings stellt sich mir die Frage, ob Medien und Marken den Verlust ihres Zuhauses, ihrer Heimat am Ende werden verkraften können. Dabei geht es nicht nur um Beziehungen zu den Zielgruppen, die zumindest teilweise verloren gingen. Auf dem Spiel steht auch die eigene Identität, üblicherweise geprägt von Vollständigkeit, Nachhaltigkeit, Entdeckbarkeit, Gestaltung und Aufbereitung der eigenen Inhalte.

Die Kommunikatoren von Facebook und Twitter sehen das interessanterweise ähnlich. Denn diese Social Media-Giganten kommunizieren mit ihren Stakeholdern (Presse, Investoren, Mitarbeiter, Partner) gerade nicht über ihre eigene Plattform. Stattdessen haben sie einen besonderen “Newsroom” aufgesetzt, der sämtliche Inhalte und Botschaften strukturiert, vollständig, chronologisch und nachhaltig im Web bereitstellt.

Jugendmedien: „Digitaler Kinderteller“

Sie heißen Bento, Ze.tt oder Byou. Sie versprechen Nachrichtenfutter für junge Menschen. Und sie sind die Kinder der großen Leitmedien SPIEGEL, ZEIT und BILD. Doch was bieten die neuen, digitalen Jugendmedien der Zielgruppe tatsächlich?

Von Leon Hoberg (20), Auszubildender bei news aktuell

Leon Hoberg, 20, testet die Jugendmedien von SPIEGEL, ZEIT und BILD.
Leon Hoberg, 20, macht gerade eine Ausbildung zum Medienkaufmann Digital & Print bei news aktuell. Die jungen Medien von SPIEGEL, ZEIT und BILD konnten ihn nicht überzeugen.

Ob ich auf der Onlineseite eines Printproduktes lande, oder auf den Onlineseiten von TV und Radio, ist egal. Auch Facebook und Twitter halten mich durchaus auf dem Laufenden, und die Pushfunktion aller möglichen News-Apps erlaubt es mir, mich nachrichtentechnisch über den Tag verteilt im 1-Satz-Stil zu ernähren. SPIEGEL, ZEIT, FAZ, WELT oder BILD. Fernsehen oder Radio, öffentlich-rechtlich und privat. Blogs oder Social Media. Überall bekomme ich News in kurzer und langer Erzählform, Bilder, Videos und Audios.

Alle genannten Leitmedien haben seit vielen Jahren ihre Angebote digitalisiert. Warum also jetzt der digitale Kinderteller für Nutzer, die die Erwachsenenportion nicht schaffen?

Zukunft der Arbeit: Technik braucht Kultur!

Die digitale Transformation verändert unsere Arbeit grundlegend. Doch während viele bei Digitalisierung zunächst an Technik denken, geht es doch vielmehr um kulturelle Herausforderungen. Welche kulturellen Kompetenzen brauchen wir in einem globalen und digitalisierten Arbeitsumfeld?

Mitverfasser der “Proklamation Zukunft der Arbeit” der Bertelsmann Stiftung hat er sich mit der Arbeit im Zeitalter der Digitalen Transformation auseinandergesetzt.
Lars M. Heitmüller ist Leiter External Relations bei fischerAppelt. Als Mitverfasser der “Proklamation Zukunft der Arbeit” der Bertelsmann Stiftung hat er sich mit der Arbeit im Zeitalter der Digitalen Transformation auseinandergesetzt.

Von Lars M. Heitmüller

Offen gesagt: Es geht nicht mehr darum, ob wir uns für die Digitalisierung entscheiden. Die Frage ist lediglich, wie viel wir noch gestalten können und wollen.

Studien zeigen, dass die Skepsis in unserem Land groß ist und in vielen Aspekten der Digitalisierung nahezu Stillstand herrscht. Sie offenbaren weiter, dass viele Deutsche schlechte Internetkenntnisse besitzen: Nur jeder Dritte verfügt über gutes oder mittelmäßiges Wissen – damit liegen wir laut BITKOM im europäischen Vergleich auf Platz 27 hinter Portugal, Griechenland und Polen. Wir sehen also etwas primär skeptisch, was wir viel zu wenig kennen.

Meine feste Überzeugung: Nur mit einer aktiven und chancenorientierten Haltung kann es Deutschland und Europa gelingen, in dieser prägenden Zeit mitzugestalten und teilzuhaben. Hier hat digitale Bildung auch einen aufklärerischen Auftrag! Eine Verweigerung oder ein vergebliches Warten auf Standardisierung und juristische Klärung sind keine Lösung. Die Chancen bestehen jetzt!

Für den Einzelnen werden die Auswirkungen schon jetzt im Arbeitsalltag konkret:

Die Digitalisierung macht unsere Arbeitswelt komplexer und dynamischer. Hier braucht es neue Unternehmenskulturen, um damit erfolgreich umzugehen. Komplexität zu verneinen oder lediglich Lösungen top down vorzugeben, wird langfristig nicht erfolgreich sein. Frei nach Steve Jobs könnte man sagen: Wir stellen Leute ein, damit sie Probleme für uns lösen, nicht damit wir ihnen sagen, was sie zu tun haben.

Stichwort Sozialkompetenz: Die Bedeutung der “soften” Themen nimmt zu. Sozialkompetenz hilft dabei, Menschen mit unterschiedlichen (Arbeits-) Kulturen und Kompetenzen so zu akzeptieren, wie sie sind und produktiv mit ihnen zusammenzuarbeiten. Diversität hilft uns, möglichst viele verschiedene Erfahrungen und Perspektiven bei Herausforderungen einzubeziehen und so die beste Lösung zu definieren.

Von Flöte aktuell bis ZOCKWORK ORANGE: die skurrilsten Medientitel des Jahres

In den Tiefen unserer PR-Software zimpel verbirgt sich so mancher Schatz: Abseits der namhaften Titel aus Print, Online und Radio/TV stoßen wir auf wunderbare Nischen. Ob kauzig oder komisch – wir möchten Ihnen diese Perlen näher bringen und laden Sie ein auf eine Reise über weniger bekannte Pfade der bunten Medienwelt.

Kategorie eins: Entfernte Verwandte

Wir von news aktuell haben einen speziellen Platz in unseren Herzen für andere Mitglieder der weltweiten aktuell-Familie. Machen Sie Bekanntschaft mit einigen unserer Namensvettern.

Edelweiss aktuell

Das Magazin für Mitglieder des Alpenverbands Edelweiss berichtet von verschneiten Abfahrten und bricht die symbolhafte Zeitlosigkeit des namengebenden Edelweiß durch Hinzugabe des eiligen Zusatzes aktuell. Zwei Begriffe, die nicht zueinander passen wollen, sich aber doch vertragen.

Traktor Aktuell

Traktor Aktuell liefert die neusten Trends in Sachen leistungsstarke Ackerschlepper. Essentiell für Landwirte am Zahn der Zeit, die ihre Felder effektiv und stilvoll zu pflügen pflegen.

Flöte aktuell

Flötenspieler sind stets bemüht den richtigen Ton zu treffen. Dies gilt jedoch nicht bloß für die geflötete Kommunikation, sondern auch das soziale Miteinander der Deutschen Gesellschaft der Flötenspieler. Darum berichtet das Mitgliedermagazin Flöte aktuell, der Name lässt es vermuten, über Neues aus der Welt der Aerophone.

„Die Kommunikationswege der Zukunft abbilden“ – 15 Jahre news aktuell Schweiz

Von Anfang an mit dabei: Kai Gerwig, Geschäftsführer von news aktuell Schweiz.
Von Anfang an mit dabei: Kai Gerwig, Geschäftsführer von news aktuell Schweiz.

Wir schreiben das Jahr 2000: Mit einer Mischung aus Euphorie und banger Erwartung geht man dem neuen Millenium entgegen. Im Juli erblickt news aktuell (Schweiz) AG das Licht der Welt. Gründungseltern sind die Schweizerische Depeschenagentur (sda) und die dpa-Tochter news aktuell. Einer, der von Anfang an dabei ist und die Entwicklung des Unternehmens in den letzten 15 Jahren entscheidend mitgeprägt hat, ist Kai Gerwig, heutiger Geschäftsführer von news aktuell. Mit TREIBSTOFF spricht er über Herausforderungen, Rückschläge und Erfolge.

TREIBSTOFF: Beschreiben Sie Ihren Werdegang bei news aktuell.

GERWIG: Mein erster Arbeitstag war der 1. Oktober 2000. An diesem Tag wurde news aktuell operativ und übernahm offiziell den Originaltextservice ots, der vorher unter dem Dach der sda angeboten wurde. Ich selbst habe am Newsdesk begonnen. Nach Stationen im Account Management und Marketing hat mich der Verwaltungsrat 2005 in die Geschäftsleitung berufen. Seit 2008 bin ich Geschäftsführer.

TREIBSTOFF: Wer war der erste Kunde von news aktuell?

GERWIG: Die erste Medienmitteilung, die news aktuell am 9. Oktober 2000 im eigenen Redaktionssystem verarbeitet hat, stammte vom Verlag „Der Bund“ mit dem Titel „eBund – die erste personalisierbare Online-Zeitung der Schweiz“.

TREIBSTOFF: Welche Herausforderungen gab es am Anfang des neuen Jahrtausends?

GERWIG: Die Gründung von news aktuell fiel in die Zeit der Dotcom-Blase. In 2001 erlebten wir alle das einschneidende Ereignis von 9/11. In dieser Zeit gab es eine hohe Fluktuation. Ich kann mich noch gut erinnern, dass wir zwar laufend namhafte Neukunden gewonnen haben, auf der anderen Seite aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aber auch substanzielle Kundenverluste hinnehmen mussten.

TREIBSTOFF: Inwiefern hat sich das PR-Business in den letzten 15 Jahren verändert?

GERWIG: Das Kerngeschäft hat sich gar nicht so sehr verändert. Damals wie heute veröffentlichen Unternehmen und PR-Agenturen Medienmitteilungen und Bildmaterial, um die Aufmerksamkeit Ihrer Zielgruppen zu erhalten. Was sich hingegen wesentlich verändert hat, ist die Professionalisierung beim Erstellen des PR-Contents (Stichwort Storytelling), die Vermarktung (Stichwort Content Marketing) und die Vielfältigkeit der Kommunikationskanäle. Damit einher geht das stark veränderte Konsumverhalten der Öffentlichkeit. Heute ist Multimedialität im Grunde genommen Pflicht, im Jahr 2000 war das noch nicht einmal die Kür.

Das Internet unter Zeitdruck

Need for Speed?  Ein Kommentar über den Kampf der Internetgiganten Google und Facebook um die Vorherrschaft im Web und was das für Medienmacher bedeutet.

Von Klaus-Peter Frahm, Leiter Business Development bei news aktuell

Klaus-Peter Frahm
Klaus-Peter Frahm, Leiter Business Development bei news aktuell

„Die Nutzenversprechen von Facebook und neuerdings auch Google klingen verlockend: News sollen künftig blitzgeschwind auf unseren Telefonschirmen erscheinen. Kein Ruckeln mehr, kein Warten, keine Zeitverschwendung. Ein beklatschenswerter Anspruch in der Tat. Aber geht es den Platzhirschen im globalen Werbemarkt wirklich um die bestmögliche User Experience für den Nachrichtenkonsum? Ja, auch, bestimmt. Aber gewiss nicht nur. Das Ringen um Millisekunden ist in Wahrheit nämlich viel mehr ein Kampf der Giganten um das Internet an sich.

In der einen Ecke Facebook. Angetreten, um möglichst viele Menschen (eigentlich alle auf der Welt) so oft und so lange wie möglich (eigentlich immer) an seine Plattform zu binden. Und damit ganz nebenbei das offene Web obsolet zu machen. Die Begründung: nur auf einer sämtliche Technologieschichten integrierenden Plattform können Medieninhalte garantiert flink und flüssig ausgeliefert werden.

Im Gehen, Stehen, Fahren, Liegen oder Laufen

Immer und überall konsumieren die Menschen heute ihre Nachrichten. Newsportale, Social Media oder persönliche Messenger liefern multimediale Inhalte im Sekundentakt. Medienhäuser wie Deutschlands größte Nachrichtenagentur dpa stehen vor riesigen Herausforderungen. Was muss moderner Nachrichtenjournalismus im digitalen Zeitalter leisten?

Von Sven Gösmann, Chefredakteur der dpa.

Sven Gösmann ist Chefredakteur der dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH. dpa ist die größte deutsche Nachrichtenagentur und arbeitet über alle Mediengrenzen hinweg rund um die Uhr.
Sven Gösmann ist Chefredakteur der dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH. dpa ist die größte deutsche Nachrichtenagentur und arbeitet über alle Mediengrenzen hinweg rund um die Uhr.

„Wie fängt Ihr Tag morgens an, liebe Leser? Meiner beginnt mit einem raschen Blick auf mein Smartphone: Wie viele Eilmeldungen hat die dpa-Nachtredaktion an unsere Kunden gepusht? Was für Nachrichten sind eingetroffen? Welche Trends bestimmen an diesem Morgen die sozialen Medien? Danach erst eine Tasse Kaffee und immer noch der Gang zum Briefkasten, die Zeitung holen und durchblättern. Wer heute – ob beruflich oder privat – kommuniziert und sich informiert, der sieht sich einer unendlich wirkenden Zahl von Möglichkeiten gegenüber, vor allem digitalen. In der Regel über das Gerät, das wir immer bei uns haben: das Mobiltelefon, bislang nur selten auch über die Uhr oder Datenbrille.

Es ist die zweite, dritte, ach was, x-te digitale Revolution, die wir derzeit erleben. Und doch mit Sicherheit nur ein Zwischenschritt in dieser schönen neuen Welt der permanenten (R)Evolution. Der Mensch, besser: der Medienkonsument kann permanent und überall über Informationen verfügen: im Gehen, Stehen, Fahren, Liegen, Laufen. Bis vor zehn, zwanzig Jahren dagegen brauchte es zur Informationsaufnahme meist eine deutlich statischere Umgebung: den Fernsehsessel, den Frühstückstisch, den Computer.

Macht: Wer regiert im Job?

Für die einen bedeutet sie Freiheit und Autonomie, für die anderen Autorität, Kontrolle und Einfluss: Macht hat viele Facetten. Je nach eigenem Blickwinkel. Doch wie steht es um die Ausübung von Macht in der heutigen Arbeitswelt? Wir haben bei Experten und Leadern unserer Branche nachgefragt. In einer Sache sind sich alle einig: Macht wird es immer geben. Aber die hierarchische Pyramide hat ausgedient.

Die derzeitige Arbeitswelt verändert sich rasant. Treiber des Wandels sind Globalisierung, Digitalisierung, Demografie oder wissensbasierte Ökonomie, um nur ein paar zu nennen. Längst hat ein extrem schneller und dynamischer Markt die vergleichsweise träge Wirtschaft der Nachkriegszeit abgelöst. Diese Megatrends verändern die Arbeitskultur und damit auch die Machtverhältnisse in Unternehmen und die Rolle der Führungskraft.

 Vorgesetzte haben viele Möglichkeiten, ihre Pressesprecher zu quälen.
Vorgesetzte haben viele Möglichkeiten, ihre Pressesprecher zu quälen.

„Wir steuern hin von einem Arbeitgeber- zu einem Arbeitnehmermarkt“, meint Jochen Mai. Der Gründer des bekannten Blogs karrierebibel.de ist sich sicher: „Es gibt heute einen Kampf um die Talente. Und Sieger sind die Mitarbeiter.“ Auch Reinhard K. Sprenger, Führungsexperte und einer der bekanntesten Managementberater Deutschlands, geht davon aus, dass sich die Firmen heute mehr denn je bei ihren Mitarbeitern bewerben müssen. Personal wird zukünftig ein so knappes Gut, dass Unternehmen alles tun werden, um die Besten anzulocken und vor allem zu halten, so der Autor des Buches „Das anständige Unternehmen“, das im September erschienen ist. In den USA gibt es deshalb inzwischen bereits das „Management by Pampering“.

Zehn Tipps für Ihren PR-Erfolg: Worauf muss ich bei der Erstellung und Verbreitung von Pressemitteilungen und PR-Inhalten achten?

In unserer neuen Veranstaltungsreihe ots-Tutorial beschäftigen wir uns mit den wichtigsten Fragen rund um das Erstellen und Verbreiten von Pressemitteilungen. Anhand aktueller Fallbeispiele und praktischer Tipps zeigen wir Kommunikationsfachleuten, wie PR-Inhalte eine bestmögliche Aufmerksamkeit bei Journalisten und Öffentlichkeit erzielen. „Ob Trainee oder PR-Professional – jeder von uns kann ab und an eine Auffrischung seiner PR-Basics gebrauchen“, meint Julia-Marie Ruß. Unsere Produktmanagerin ots (Originaltextservice) fasst deshalb die wichtigsten Erkenntnisse unseres Tutorials hier für Sie zusammen. 

Von Julia-Marie Ruß, Produktmanagerin ots bei news aktuell

Julia-Marie Ruß ist Produktmanagerin ots bei news aktuell und empfiehlt: “Machen Sie bei Ihren Headlines immer den Twitter-Test.”
Julia-Marie Ruß ist Produktmanagerin ots bei news aktuell und empfiehlt: “Machen Sie bei Ihren Headlines immer den Twitter-Test.”

1. Die Headline ist Ihr Türöffner. Sie sollte daher…

… prägnant und schnell erfassbar sein

… in Kürze und ohne weitere Ausführungen funktionieren

… nachrichtlich aufbereitet sein: Don’t think PR, think News!

… den „Twitter-Test“ bestehen – achten Sie auf die Wortanzahl.

The Next Big Thing: E-Mail

Klaus-Peter Frahm
Klaus-Peter Frahm ist Leiter Business Development bei news aktuell. Seine Schwerpunkte bei der dpa-Tochter sind neue Produkte, neue Strategien und frische Gedanken.

Klaus-Peter Frahm freut sich über das Revival eines totgesagten Mediums. Der eigene E-Mail-Account ist für Milliarden von Menschen nach wie vor die wahre Identität im Web. Der Leiter Business Development bei news aktuell nennt zehn Gründe, warum die E-Mail ein Revival erlebt.

„Als wir in den Neunzigern auf einmal alle E-Mail-Adressen hatten und mit größter Begeisterung in gefühlter Echtzeit miteinander korrespondierten, war E-Mail der große Star. Einige Milliarden Spam-Botschaften und Zitatverschachtelungsmonster später sah die Welt dann allerdings wieder anders aus. Erste Abgesänge erklangen bereits in den frühen Nullerjahren, erst leise, dann laut und manchmal schrill.

Das Blatt hat sich mittlerweile gewendet. Nicht nur die internationale Tech-Presse berichtet seit etwa zwei Jahren über das Comeback der E-Mail, auch deutsche Leitmedien haben dieses Phänomen aufgegriffen.

Ein entscheidender Beleg, dass dieser Trend kein Wunschdenken uninspirierter Medienleute ist, sondern tatsächlich stattfindet, ist die Rolle der E-Mail im Mindset der Millennials. So sind im Startup-Portal angel.co fast 800 Firmen gelistet, deren Produkte auf E-Mail-Technologie basieren. Auch auf producthunt.com sind etwa 450 neue Apps mit “email” getaggt.

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