Social Media Marketing: “Langeweile absolut verboten”

Social Media Marketing muss schnell sein. Fast täglich gibt es neue Trends und Kanäle. Und Social Media Marketing muss auffallen. Wer es nicht schafft, sich mit seinen Posts abzuheben, geht im Strom unter. Ein Unternehmen, das regelmäßig mit seinen originellen Social Media Kampagnen für Aufsehen sorgt und gleichzeitig die Kunst des Realtime Marketing beherrscht, ist Sixt. Matthias Stock ist Teamleiter Social Media beim Münchner Autovermieter und spricht in TREIBSTOFF über Strategien, Grenzen und die typische Sixt-Mentalität.

Matthias Stock, Teamleiter Social Media beim Münchner Autovermieter Sixt. Sein Team erhielt dieses Jahr erstmals den Deutschen Preis für Onlinekommunikation in der Kategorie „Social Media Team des Jahres in Unternehmen“, verliehen vom „pressesprecher“.
Matthias Stock, Teamleiter Social Media beim Münchner Autovermieter Sixt. Sein Team erhielt dieses Jahr erstmals den Deutschen Preis für Onlinekommunikation in der Kategorie „Social Media Team des Jahres in Unternehmen“, verliehen vom „pressesprecher“.

TREIBSOTFF: Definieren Sie für uns die Strategie von Sixt im Social Web.

STOCK: „Sixt hasst Werbung, wenn sie langweilig ist“. Dieses Credo von Erich Sixt gilt besonders für Social Media: Die Nutzer nehmen nur wahr, was für sie interessant ist. Da ist Langeweile absolut verboten.

TREIBSTOFF: Wo ziehen Sie die Grenze zwischen Werbung und Social Media? Und macht das Ihrer Meinung nach heute überhaupt noch Sinn?

STOCK: Mit ihrem Smartphone haben die Menschen heute immer einen direkten Feedback-Kanal zur Hand. Entsprechend kann jede Kommunikationsmaßnahme von den Usern weitergetragen werden – das ist kennzeichnend für Social Media. Die Menschen geben den Takt vor. Sie trennen nicht, und deshalb können Unternehmen das auch nicht.

Beliebteste Marken im Social Web: Apple stößt Amazon vom Thron

Beste Qualität, bester Service und bester Preis: Dieses Jahr ist Apple die beliebteste Marke der Verbraucher im deutschsprachigen Social Web. Der Elektronik-Konzern aus Kalifornien hat damit den Aufstieg vom dritten auf den ersten Platz geschafft und den Vorjahressieger Amazon auf Platz zwei verdrängt. Twitter schaffte es von Platz 30 auf Platz Sechs. Die beste Performance legte aber McFit hin. Von 298 rauf auf Platz Neun! Dies ergab unsere Sonderauswertung der Studie „Kundenlieblinge“, die wir zusammen mit unserem geschätzten Partner Faktenkontor erstellt haben. Für „Kundenlieblinge“ wurden insgesamt mehr als zwei Millionen Social-Media-Beiträge zu 500 Marken ausgewertet.

Das Ranking im Detail:Die Studienautoren haben untersucht, wie oft die deutschen Verbraucher über Marken diskutieren und wie sie über Preis, Service, Qualität und Ansehen urteilen. Die Auswertung der Verbraucheraussagen beruht auf Daten des Webmonitoring-Tools Web Analyzer. Die Software überwacht und analysiert zehntausende Online-Nachrichten und über eine Million Social-Media-Quellen. Für die Ermittlung der Auf- und Absteiger der beliebtesten Marken im Social Web wurden die Daten aus den Studien 2014 und 2015 herangezogen.

Kindheit 5.0 – Schneller, höher, besser?

WhatsApp, YouTube, SnapChat – Für Jugendliche gehört das Internet ganz selbstverständlich zum Alltag. Und zwar von morgens bis abends. Der Kinder- und Jugendpsychiater Michael Schulte-Markwort beschäftigt sich intensiv mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf Heranwachsende. Er ist sich sicher: Die nächste Generation wird alles besser machen.

„Es besteht kein Grund zum Pessimismus“, ist Michael Schulte-Markwort überzeugt. Seinen Optimismus strahlte der Kinder- und Jugendpsychiater auch auf unserer Veranstaltungsreihe „PR-Slam & Ham“ am 29. April in Berlin aus. So haben Erwachsene immer schon die Entwicklung von Jugendlichen kritisch beäugt. Vorurteile ziehen sich durch alle Jahrhunderte: von Aristoteles, der die Jugend unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich fand, bis hin zu heutigen Meinungsmachern, die den Jugendlichen digitale Demenz vorwerfen.

Auch wenn die Digitalisierung durchaus Gefahren für die Heranwachsenden birgt, glaubt Schulte-Markwort an das Positive: „Auch unsere Kinder werden – genauso wie wir – davon getragen sein, unsere Welt zu verbessern, sie friedlich und lebenswert zu erhalten. Und sie werden es besser machen als wir!“

Die zehn größten Fehler in Corporate Blogs

Wir haben zusammen mit unserem Partner Faktenkontor mal wieder eine feine Infografik veröffentlich: „Die 10 sichersten Todesurteile für Blogs“ … Was kann  man alles falsch machen beim Bloggen? Ganz klar: Ausschließlich um sich selbst kreisen, Suchmaschinen ignorieren und Kommentare konsequent unbeantwortet lassen führt dazu, dass ein Unternehmensblog nicht den gewünschten Erfolg erzielt.

Die 10 besten Tipps für mehr Erfolg in Social Media

Wir haben für Sie und alle anderen PR-Fachleute mal wieder eine schöne Infografik gebaut. Thema: Die zehn wichtigsten Erfolgsfaktoren in Social Media. Zusammen mit unserem bewährten Partnern von Faktenkontor haben wir komprimiert aufgelistet, welche Dinge man berücksichtigen muss, um im Social Web mehr Erfolg zu haben. Die hochauflösenden Grafiken (auch DIN A4) finden Sie zur weiteren Verwendung in unserem Newsroom.

Mögen Fans und Follower den Content von Unternehmen im Social Web nicht?

Unsere gemeinsame Umfrage mit Faktenkontor hat ergeben, dass der von Pressestellen meist genannte Grund für Unzufriedenheit mit der eigenen Performance im Social Web die schwach ausgeprägte Interaktion mit den eigenen Fans und Followern ist. So weit so gut. Oder besser: nicht gut. Die Frage bleibt: Sind die Inhalte der Unternehmen so uninteressant, dass die Menschen kein Engagement zeigen? Oder sind Fans und Follower sowieso wesentlich verhaltener, was die Kommunikation mit Marken betrifft, als es sich die Unternehmen wünschen? (OK, Ausnahmen gibt es immer. Und Shitstorms würde ich hier mal rausrechnen …)

Wie auch immer. Das Ergebnis zeigt jedenfalls, dass sich Unternehmen noch intensiver Gedanken machen müssen, welche Inhalte sie auf den sozialen Plattformen präsentieren. Klar, das ist nicht unbedingt einfach, den der Reiz, schnell mal irgendwas rauszuhauen, damit die Facebookseite nicht veraltet anmutet, ist groß.

Trotzdem: Immer von der Relevanz her denken! Übrigens, unsere Infografiken und Umfragen, in denen wir uns in der Regel mit Phänomenen und Fragestellungen aus dem Social Web beschäftigen, finden meistens eine hervorragende Resonanz. Schauen Sie sich doch einfach mal unser Storify dazu an.

Social Media hat bei Investitionen derzeit keine Priorität

Wir haben zusammen mit unserem Partner Faktenkontor bei den Pressestellen deutscher Unternehmen nachgefragt, in welche Bereich sie in diesem Jahr besonders stark investieren. Sicher nicht ganz unerwartet liegt die „klassische Pressearbeit“ ganz vorn bei den Investitionsschwerpunkten. Aber das auf Platz zwei die eigene Homepage und auf Platz drei eigene Veranstaltungen folgen, hat uns dann doch etwas gewundert. Social Media Kommunikation liegt erst auf Platz fünf. Was ist da los? Eine offene Abkehr vom Besiedeln der Sozialen Netzwerke hin zum eigenen kleinen Reich, das wachsen und gedeihen soll?

Diese Fehler sollten Sie im Shitstorm unbedingt vermeiden

Shitstorms sind nicht schön. Und die meisten davon sind sicher nicht absichtlich initiiert, um die eigene Marke überhaupt mal sichtbar zu machen. Wenn aber eine Krise im Social Web da ist, dann sollte man einige Dinge auf jeden Fall vermeiden. Der Shitstorm wird dann zwar nicht plötzlich komplett verschwinden. Aber für Unternehmen und Organisationen gilt es, die zehn größten Fehler unbedingt zu vermeiden, um den Schaden in Grenzen zu halten.

Journalisten brauchen Social Media, No future for Paid Content

Journalisten brauchen Social Media für ihre Arbeit. Sie sind von Paid Content nicht überzeugt und sie empfinden die Abkehr der jungen Generation vom Qualitätsjournalismus als die aktuell größte Herausforderung. Und die Mehrheit der deutschen Redakteure und freien Journalisten hat kein Smartphone. Das ergab unsere große Umfrage „Medien-Trendmonitor 2010 – Journalismus in einem neuen Informationszeitalter“, die wir wieder gemeinsam mit unserem Partner Faktenkontor durchgeführt haben. Die Resonanz aus den Redaktionen war großartig: Knapp 2.700 Journalisten haben mitgemacht.

Social Media endlich als tägliches Arbeitstool akzeptiert / YouTube knapp vorn

Journalisten kommen am Trendthema Social Media nicht mehr vorbei und attestieren den Networks eine hohe oder gar sehr hohe Relevanz (55 Prozent). Trotzdem ist der Anteil der Web2.0-Muffel immer noch relativ hoch. Ein Drittel schreibt Twitter & Co nur eine geringe Relevanz für die journalistische Arbeit zu. Aber: Der journalistische Nachwuchs hat die Zeichen der Zeit erkannt. Bei den Volontären betonen mit fast drei Viertel der Umfrageteilnehmer deutlich mehr als der Durchschnitt die große Bedeutung von Social Media.

Social Media in Unternehmen: Wichtig ja, Strategie nein, Budget Fehlanzeige

Haben Unternehmen eine Social Media Strategie?
Haben Unternehmen eine Social Media Strategie?

Nur ein Drittel der deutschen Unternehmen verfügt über eine Social Media Strategie, jedes zweite arbeitet daran, aber nur jede zehnte Firma und nur ein gutes Viertel stellt auch tatsächlich ein Budget für Web2.0-Kommunikation bereit. Das ergab unsere Blitzumfrage „Social Media in Unternehmen“, die wir wie gewohnt mit unserem Partner Faktenkontor durchgeführt haben. Mehr als 1.700 Pressesprecher und PR-Fachleute haben bei diesem „kleinen PR-Trendmonitor“ mitgemacht.

PR-Agenturen sehen es anders

Zwei Drittel der Mitarbeiter von Pressestellen halten Social Media grundsätzlich für wichtig. („eher wichtig“ 45 Prozent, „sehr wichtig“ 17 Prozent). Das Web 2.0 ist heute also Mainstream. Zu einem anderen Schluss kommen dagegen die PR-Agenturen. Sie sagen, dass nur jede zehnte Firma Social Media für sehr wichtig hält. Außerdem meinen die Agentur-Fachleute, dass nur knapp jedes zwanzigste Unternehmen über eine echte Kommunikationsstrategie im Social Web verfügt. Selbsteinschätzung und Wahrnehmung von außen klaffen also spürbar auseinander.

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