„Blumige Worte? Bitte nicht!“ – Welches PR-Material bei Fachzeitschriften gar nicht geht

Wie beeinflusst die digitale Transformation das holzverarbeitende Gewerbe?Schrumpft die Büromöbelindustrie? Was sind die Trends bei Dekorfolien? Diese Fragen beschäftigen Markus Schmalz. Er ist verantwortlicher Redakteur von HK, dem Fachmagazin für Holz- und Kunststoffverarbeitung. In unserer Reihe „Wer liest eigentlich Pressemitteilungen?“ erklärt er, warum es sich für PR-Schaffende lohnt, die Mediadaten von Fachzeitschriften gut zu studieren. 

TREIBSTOFF: Würden Sie uns in ein paar Sätzen Ihren Arbeitsalltag beschreiben?

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„Bitte keine blumigen Worte und Fotos immer in Druckqualität“: Markus Schmalz, verantwortlicher Redakteur von HK Holz- und Kunststoffverarbeitung. Foto: Butik GbR

SCHMALZ: Ein normaler Büro-Tag beginnt meist mit dem Lesen und Beantworten der E-Mails. Anschließend telefoniere ich mit meinem Kollegen aus unserem Redaktionsbüro in Ostwestfalen und bespreche mit ihm die aktuellen Themen für das Heft. Danach schreibe ich Artikel, redigiere Beiträge, gehe die Layouts durch, stimme Termine ab und vieles mehr. Zudem stehen über das Jahr verteilt zahlreiche Dienstreisen sowie Messebesuche im In- und Ausland auf dem Programm.

TREIBSTOFF: Wie recherchieren Sie neue Themen?

SCHMALZ: Teilweise bekommen wir Beiträge angeboten, in den meisten Fällen werden wir aber selbst aktiv. Das heißt wir entwickeln Themenvorschläge auf Basis unserer Branchenkenntnisse und Hintergrundinformationen. Oft ergeben sich Ideen für Beiträge auch im direkten Kundenkontakt, etwa bei Vor-Ort-Besuchen, Messen oder Telefonaten.

TREIBSTOFF: Wie muss Pressematerial aussehen, mit dem Sie etwas anfangen können?

SCHMALZ: Eine gut aufbereitete Pressemitteilung beinhaltet einen sachlich formulierten, nach journalistischen Grundsätzen konzipierten Text sowie Fotomaterial in druckfähiger Auflösung mit den dazugehörigen Bildunterschriften und Quellenangaben. Darüber hinaus sollte ein Kontakt für Rückfragen angegeben sein.

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TREIBSTOFF: Welche Fehler machen Absender von Pressematerial immer wieder?

SCHMALZ: Manche Unternehmen und Agenturen informieren sich leider nur unzureichend über die Zielgruppe eines Mediums. Unsere Fachzeitschrift richtet sich zum Beispiel an die Holz- und Möbelindustrie, trotzdem bekommen wir immer wieder Pressematerial von Firmen, die Produkte für ganz andere Branchen herstellen. Oftmals liefern uns Kunden auch Fotos in nicht ausreichender Qualität oder vergessen das Bildmaterial komplett. Zu guter Letzt machen einige Absender den Fehler, ihre Pressemitteilung in zu blumige Worte zu schmücken, sie unnötig zu verkürzen oder aufzublähen.

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TREIBSTOFF: Wie möchten Sie angesprochen werden, wie nicht?

SCHMALZ: Am besten persönlich, per Telefon oder E-Mail. Nach Möglichkeit mit exklusiven, zu den Schwerpunkten der jeweiligen Ausgabe passenden Themenvorschlägen. Dabei sollten auch die in den Mediadaten angegebenen Termine eingehalten werden. Es ist für beide Seiten ärgerlich, wenn ein Beitrag zu spät eingereicht wird und deshalb in der nächsten Ausgabe nicht mehr berücksichtigt werden kann.

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