PR-Bild Award: „Es kommt auf den perfekten Moment an“

Die Suche nach den besten PR-Bildern des Jahres aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hat begonnen. Ab sofort sind wieder Bewerbungen für den PR-Bild Award möglich. Sabine Eyert-Kobler/zimpelBLOG sprach mit Frank Stadthoewer, Geschäftsführer der dpa-Tochter news aktuell, über den branchenträchtigen PR-Preis.

Frank Stadthoewer Foto: picture alliance / Robert Schlesinger
Frank Stadthoewer Foto: picture alliance / Robert Schlesinger

 

Der Startschuss für den neunten PR-Bild Award 2014 ist gefallen. Was gab seinerzeit den Ausschlag für die Initiierung dieses Preises?

Als wir den PR-Bild Award 2006 ins Leben gerufen haben, wollten wir die große Bedeutung von Bildern für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unterstreichen. Gleichzeitig wollten wir den teilnehmenden Unternehmen, Organisationen und PR-Agenturen eine Bühne bieten, um der Branche die besten Motive zu zeigen. Das ist bis heute unser Ziel geblieben.

Wenn Sie zurückblicken auf die vergangenen acht Ausschreibungen: Wie hat sich im Laufe der Jahre die Qualität der Einreichungen beziehungsweise die Art der Bildsprache verändert?

Visuelle Kommunikation ist heute wesentlich vielseitiger und komplexer als noch vor einigen Jahren – ein PR-Bild muss jetzt gleichermaßen für Print, Online und insbesondere für das mobile Web funktionieren.

Vor allen Dingen hat sich aber die Bildsprache eindeutig durch die zunehmende Bedeutung von Social Media verändert. In Fotodiensten wie beispielsweise Instagram, Pinterest oder Snapchat nehmen Bilder bereits die Rolle einer eigenen Botschaft ein. Ein Bild muss in sozialen Netzwerken auch ohne Text wirken. Die Nutzer sollen zum „liken“ und „teilen“ animiert werden.

Die letztjährigen Sieger des PR-Bild Award: LOOX Sports GmbH, mit dem Foto "Der Feind in unserem Essen". Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/news aktuell GmbH/Ulrich Perrey"
Die letztjährigen Sieger des PR-Bild Award: LOOX Sports GmbH, mit dem Foto „Der Feind in unserem Essen“. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: „obs/news aktuell GmbH/Ulrich Perrey“

 

Außerdem beobachten wir, dass bei Bildern, die für Kommunikationszwecke produziert werden, zunehmend die Grenze zwischen PR und Werbung verwischen. Ist ein Foto, das zum Beispiel auf der Facebookseite eines Unternehmens veröffentlicht wird, nun Werbung? Oder ist es PR? Dieser Unterschied wird insbesondere bei Consumer-Marken immer unbedeutender.

Welche Voraussetzungen muss für Sie persönlich ein gutes PR-Bild in der heutigen schnelllebigen Zeit mitbringen?

Ein gutes PR-Bild muss eine Botschaft visualisieren, authentisch und kreativ sein. Es muss einfach das Besondere transportieren, ein Hingucker sein. Dutzendware weckt heute kaum noch das Interesse. Das zeigt unser PR-Bild Award sehr schön. Nicht unbedingt die aufwendigsten Produktionen gewinnen. Es kommt vielmehr auf den perfekten Moment an, an dem Motiv, Optik und Technik perfekt miteinander harmonieren.

Ein erfolgreiches PR-Bild darf keine werblichen Aussagen enthalten. Weitere, wichtige Kriterien sind eine ausgezeichnete Qualität, eine eindeutige Bildunterschrift und last but not least müssen die Bildnutzungsrechte einwandfrei geklärt sein.

Wer sind die Partner des PR-Bild Awards 2014?

Der PR-Bild Award wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgeschrieben. In Österreich ist unser Partner APA-OTS federführend, in der Schweiz unsere Schwesterfirma news aktuell Schweiz. Als Medienpartner in Deutschland konnten wir auch in diesem Jahr wieder das Magazin „pressesprecher“ gewinnen. Seit vielen Jahren arbeiten wir erfolgreich mit diesem einflussreichen Fachblatt zusammen.

Bis wann kann man seine Fotos für den Wettbewerb einreichen? Gibt es eine Höchstzahl an Einreichungen?

Am 20. Juni ist offizieller Teilnahmeschluss. Bis dahin können die Bewerber in insgesamt sechs Kategorien eine unbegrenzte Anzahl von Bildern einreichen. Im letzten Jahr konnten wir 1.700 Einreichungen verzeichnen, diese Zahl wollen wir dieses Mal natürlich noch übertreffen.

In welchen Kategorien kann man sich bewerben?

Bewerbungen sind in sechs Kategorien möglich: Unternehmenskommunikation, Event und Messe, Produktfoto, Porträt, NGO-Foto und da 2014 ganz im Zeichen der sportlichen Großveranstaltungen „Olympische Spiele und Fußball-WM“ steht, legen wir ein ganz besonderes Augenmerk auf die Kategorie Tourismus, Freizeit und Sport.

Wer sitzt in der Jury für den PR-Bild Award und nach welchen Kriterien erfolgte die Zusammensetzung?

Unsere internationale Jury setzt sich aus sieben deutschen sowie jeweils zwei Vertretern aus Österreich und der Schweiz zusammen. Es handelt sich um renommierte Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Bereichen.

Mit Edith Stier-Thompson und Klemens Ganner konnten wir die Bildchefs der beiden großen Nachrichtenagenturen dpa und APA ins Boot holen. Des Weiteren verstärken Petra Sammer, Partner/Chief Creative Officer bei Ketchum PLEON, und Markus Peichl von der LeadAcademy für Medien, unsere Jury.

Leitende Redakteure von bedeutenden Fachmedien der Kommunikationsbranche, wie beispielsweise Hilkka Zebothsen vom „pressesprecher“, Michaela Herold vom SPIEGEL und der Kurator des „Haus der Photographie/Deichtorhallen Hamburg“, Ingo Taubhorn, komplettieren unser elfköpfiges Gremium.

Wie ist das weitere Wahlverfahren? Wer darf am Online-Voting teilnehmen?

Nach Ablauf der Bewerbungsfrist nimmt sich unsere Fachjury aus Journalisten und PR-Experten Zeit, um das Material zu sichten. Ziel ist es, für jede der sechs Kategorien eine Shortlist mit je zehn Motiven zu bestimmen. Sobald die Shortlist Mitte August veröffentlicht ist, lädt news aktuell PR-Fachleute, Pressesprecher und Journalisten ein, ihre Stimme im Online-Voting abzugeben.

Unter den jeweiligen Kategorie-Gewinnern wird abschließend für Deutschland, Österreich und Schweiz ermittelt, welches das herausragende Motiv des jeweiligen Landes ist. Diese drei Bilder werden zum „PR-Bild des Jahres“ in ihrem Land gekürt.


Herr Stadthoewer, herzlichen Dank für das Gespräch!

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