PR-Bild Award 2017: Authentizität muss nicht viel kosten

Braucht man ein großes Budget, um wirkungsvolle PR-Bilder zu produzieren? Susanne Dopp sagt: Nein. Sie ist in diesem Jahr Jurymitglied unseres PR-Bild Award 2017. Im richtigen Leben ist Susanne Account Managerin bei der Tourismus-PR-Agentur KPRN network. Sie weiß, welche Gratwanderung Unternehmen oft gehen müssen zwischen hochwertiger Bildkreation und Kostenkontrolle. Denn eins ist auch klar: Ein gutes PR-Bild gibt es nicht umsonst.   

TREIBSTOFF: Warum können auch Bilder, die mit wenig Budget entstanden sind, die Jury überzeugen?

Susanne Dopp PR-Bild Award 2017
Susanne Dopp ist Jury-Mitglied des PR-Bild Award 2017. Sie war 2016 Teil der Nachwuchsinitiative #30u30 des Branchenmagazins „PR Report“. Die Reiseexpertin arbeitet bei der touristischen PR- und Kommunikationsagentur KPRN network. Ihr Handwerk lernte die studierte Publizistin am Frankfurter Standort von Ketchum Pleon.

DOPP: Gute PR-Bilder sind vor allem eins: authentisch. Dafür muss nicht unbedingt ein riesiges Budget investiert werden. Viel wichtiger ist ein genaues Briefing des Fotografen. Es muss geklärt sein, für welche Zwecke die Bilder gebraucht werden. Online, Print, Social Media? Ein Motiv muss auf verschiedenen Kanälen wirken. Allerdings sollte man auch nicht einfach auf bereits bestehendes Bildmaterial zurückgreifen, um Kosten zu sparen. Auch ein gutes PR-Bild gibt es nicht umsonst. Ein professioneller Fotograf, die richtigen Requisiten und ein passendes Setting sind Grundvoraussetzungen für ein gelungenes Shooting mit dem gewünschten Ergebnis.

TREIBSTOFF: Was wird bei Bild-PR immer wieder falsch gemacht?

DOPP: Oft sind PR-Bilder einfach zu werblich, zu stark bearbeitet oder erscheinen gestellt. Ein gutes PR-Bild erkennt man als solches aber gar nicht. Es erzählt ganz ohne Text eine Geschichte, weckt Emotionen oder regt zum Nachdenken an. Bilder mit Logos, Wortmarken oder einer übertriebenen Nachbearbeitung schrecken ab und werden nur selten abgedruckt oder geteilt. Man kann die Wirkung von Bildern ganz einfach selbst testen: Einfach mal ein paar Bilder bewusst betrachten. Welche Motive lassen staunen, machen neugierig oder berühren? Plötzlich fällt die Wahl des passenden PR-Bildes gar nicht mehr so schwer.

TREIBSTOFF: Was sind die auffälligsten Trends in der aktuellen Fotografie?

DOPP: Eine tolle Trendprognose liefert der Visual Trend Report von Getty Images: Jedes Jahr werden aufs Neue aktuelle Trends und Themen der Medien, Popkultur, Kunst und Werbung analysiert und auf die visuelle Kommunikation übertragen. Besonders auffallend ist der Trend der „Gritty Woman“. Gezeigt werden starke, zielstrebige Frauen, die sich gerne auch mal die Hände schmutzig machen. Auch die Kategorie „New Naivety“ scheint gefragt zu sein: Unkonventionelle, verspielte Motive, die beim Betrachter ein verstörtes Schmunzeln hervorrufen – frei nach dem Motto „It’s time to get weird“.

PR-Bild Award

Machen Sie mit! Noch bis zum 16. Juni können Sie Ihre besten PR-Bilder des letzten Jahres einreichen. Bewerben können Sie sich in insgesamt sechs Kategorien: Porträt, NGO-Foto, Social Media-Foto, Stories & Kampagnen, Lifestyle, Reisen.

Wir sind gespannt auf Ihre Bilder!

www.pr-bild-award.de

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