PR-Fotografie: Für Emotionen braucht es kein hohes Budget

Er ist  ein alter PR-Hase: Seit rund 20 Jahren berät Frank Behrendt Unternehmen, Verbände und Institutionen bei ihrer Kommunikation. Der umtriebige Bestseller-Autor, Hobby-Schauspieler und Geschäftsführer von Serviceplan hat eine klare Meinung, was gute und weniger gute PR-Fotografie ist. Er ist seit letztem Jahr Jurymitglied des PR-Bild Award. In TREIBSTOFF verrät er, wann ihn ein Bild berührt. 

TREIBSTOFF: Warum können auch Bilder, die mit wenig Budget entstanden sind, die Jury überzeugen?

Frank Behrendt PR-Bild-Award 2017 PR-Fotografie
Frank Behrendt, Geschäftsführer von Serviceplan Public Relations

BEHRENDT: Weil Emotionen nichts mit der Höhe eines Produktionsbudgets zu tun haben. Ein besonderer Moment, ein besonderer Mensch mit einer besonderen Geschichte kann dich gnadenlos in ein Bild hineinziehen. Dann ist es auch egal, ob das Licht oder der Hintergrund perfekt waren. Relevanz erzeugt, was berührt. Auch bei Bildern.

TREIBSTOFF: Was wird bei Bild-PR immer wieder falsch gemacht?

BEHRENDT: Der eine oder andere Einreicher hat noch etwas Schwierigkeiten, die Erwartungshaltung der Jury zu treffen. Es geht nicht um das perfekt ausgeleuchtete Foto eines Profi-Models vor dem Firmenlogo. Wir suchen im Zeitalter des Storytellings nach einer visuell gut umgesetzten Geschichte. Getreu dem alten Wahlspruch: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.

TREIBSTOFF: Was sind die auffälligsten Trends in der aktuellen Fotografie?

BEHRENDT: Aus meiner Sicht ist das unter anderem die „Unfiltered“-Anmutung, bei der sich die Fotografie stärker der Ästhetik des Fotojournalismus bedient. Gerade bei der Kommunikation mit jüngeren Zielgruppen passt diese ungefilterte, spontane Optik besser zum inhaltlichen Storytelling, das so visuell verlängert wird. Spannend finde ich zudem die „New Naivety“. Bilder, die ungeschminkt, fast spielerisch daherkommen, um eine leichtere, oft sympathischere Botschaft zu vermitteln.

TREIBSTOFF: Welche Erwartungen hast Du an den diesjährigen Award?

BEHRENDT: Dass wir als Jury überwältigt werden von vielen eindrucksvollen Bildern, die uns wirklich berühren.

TREIBSTOFF: Was liegt Dir im Hinblick auf den PR-Bild Award 2017 am Herzen?

BEHRENDT: Dass wir es schaffen, durch wahrhaftige Bilder ein starkes Signal der Ehrlichkeit im Zeitalter der Fake News zu setzen.

 

PR-Bild Award

Machen Sie mit! Noch bis zum 16. Juni können Sie Ihre besten PR-Bilder des letzten Jahres einreichen. Bewerben können Sie sich in insgesamt sechs Kategorien: Porträt, NGO-Foto, Social Media-Foto, Stories & Kampagnen, Lifestyle, Reisen.

Wir sind gespannt auf Ihre Bilder!

www.pr-bild-award.de

 

 

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