Nur Twitterer verstehen Twitter? NA LOGISCH!

Unser aktueller PR-Trendmonitor zeigt, dass gut 30 Prozent der Mitarbeiter von Pressestellen und fast 50 Prozent der PR-Fachkräfte einen persönlichen Account bei Twitter haben. Das ist gut so! Ein eindeutiges Indiz dafür, dass sich die Kommunikationsbranche endlich intensiv mit Social Media beschäftigt. Die Trendmonitor-Zahlen für Facebook und Xing liegen noch deutlich höher – wobei Xing ja als digitale Visitenkartensammlung eine etwas andere Funktion hat, bzw. zur Zeit noch hat. Aber was lernen wir aus diesen Werten? Meine Meinung: Es hat sich langsam rumgesprochen, dass es besser ist, über etwas zu urteilen, was man auch tatsächlich aus eigener Erfahrung kennt. Daran müssen sich die Entscheider in den Kommunikationsabteilungen der Unternehmen und in den Chefetagen der PR-Agenturen heute orientieren.

Twitter

 

Sicher ist Social Media kein Allheilmittel der PR. Das zu behaupten, wäre vermessen. Vielmehr ist es die Pflicht eines jeden Kommunikationsprofis, die neuen Tools selber auszuprobieren und eigene Erfahrungen zu machen. Erst dann kann man wirklich beurteilen, welche Social Networks für die eigene Firma oder seine Kunden Sinn machen. Und man kann auch noch eine ganz andere Konsequenz aus seinen Erfahrungen ziehen: Sich entscheiden für einen Presseservice, der sich mit Social Media auskennt …

Allerdings gab es auch einige kritische Anmerkungen zu den ermittelten Zahlen. Zum Beispiel: Allein die Tatsache, dass ein PR-Verantwortlicher einen Account hat, sagt noch nichts darüber aus, ob dieser Account auch tatsächlich mit Leben gefüllt wird. Richtig! Aber das schöne daran: Damit steht bereits eine der Fragen für unseren PR-Trendmonitor im nächsten Jahr fest. Auch auf MEEDIA wurde über die Ergebnisse der Umfrage heftig diskutiert. (So schreibt zum Beispiel ‚Fragender Student‘: „Ich dachte bisher, dass sich Journalismus unter anderem dadurch qualifiziert, dass er eine gewisse Quantität an Informationsquellen und -Kanälen anzapfen kann. Mein kleines unwissendes Studentenhirn ist da aber vielleicht auch etwas grünschnäblich und versucht sich die Welt der Informationsvernetzung und vernetzten Abrufbarkeit von Informationen schön zu reden.“)

Man kann es nicht oft genug sagen: Für Social Media gibt es kein Lehrbuch und keine Standardlösungen. Die wird es auch nie geben. Nur wer die neuen Plattformen selber lebt und direkt erlebt, der kann auch wirklich fundierte Entscheidungen treffen. So gesehen, machen die Zahlen aus unserem PR-Trendmonitor Mut. Das ist jedenfalls meine Meinung. Was sagen Sie?

Hier nochmal die kompletten Ergebnisse

PR-Trendmonitor Oktober 2009 from news aktuell

Kommentare (1)

  1. […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von newsaktuell, Monika John erwähnt. Monika John sagte: RT @newsaktuell: Blogpost: Nur Twitterer verstehen Twitter? NA LOGISCH! – http://bit.ly/6UQkbc […]

Ihr Kommentar